Der deutsch-türkische Kinderbuchautor bekam in Ankara den Märchenpreis der türkischen Kinderbuchautoren Union.
Lange Zeit war dem deutsch-türkischen Kinderbuchautor Yücel Feyzioglu aus Herten die Einreise in seine Heimat Türkei verboten. Inzwischen erhielten seine Bücher auch dort zahlreiche renommierte Preise und wurden in der türkischen Presse landesweit hochgelobt.
Jetzt wurde er mit dem Märchenpreis der türkischen Kinderbuchautoren Union in Ankara ausgezeichnet. Darüber hinaus empfiehlt Ute Schäfer, Ministerin für Schulen, Jugend und Kinder in NRW, seine Werke allen Grundschulen für zweisprachige Autorenlesungen.
Der Autor wurde 1946 in Kars in der Türkei geboren und arbeitete dort viele Jahre als Lehrer. Die Militärjunta verurteilte ihn 1972 wegen Mitbegründung der türkischen Lehrergewerkschaft TÖS und der Veröffentlichung seiner Kurzgeschichten "Die Verlassenen" zu sechs Jahren Haft. Er floh nach Deutschland und unterrichtete hier bis 1985 als Lehrer in Herten und Westerholt. Danach arbeitete der Ehemann und Vater von drei Kindern als freier Schriftsteller. Erst ab 1992 durfte er wieder in die Türkei einreisen. Seit 24 Jahren lebt er in Herten und schreibt vor allem Bücher für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren.
Der 58-Jährige greift in seinen Texten traditionelle türkische Märchenfiguren auf und konfrontiert diese mit den Problemen der Gegenwart, speziell auch der Migration und Integration. Seine Geschichten erinnern oftmals an einen türkischen Till Eulenspiegel. Er liest oft in Schulen und Kirchen auf Türkisch und Deutsch, dabei lässt er die Kinder seine Geschichten nachspielen und sorgt so schon bei Grundschülern für reges Interesse an der anderen Sprache. Fünf Bücher Yücel Feyzioglu sind ins Deutsche übersetzt worden: "Keloglan und sein Freund Adler", "Keloglan Glatzbub und die Gazellen", "Watschel und Trippel", "Langhals und Dreikopf" und zweisprachig die "Zauberzitrone", und tragen somit märchenhaft einfach zur deutsch-türkischen Verständigung bei.
Wer sich für Lesungen des Autors Yücel Feyzioglu interessiert: Weitere Informationen gibt es unter Tel: 02366/39168 oder per Anfrage unter der E-Mail-Adresse feyzioglu@t-online.de
(www.waz.de)
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