Durex-Studie 2002 veröffentlicht - Safer Sex: für 40 Prozent der Jugendlichen ein Tabu
Die Franzosen haben im weltweiten Vergleich am häufigsten
Sex. Ganze 167 Mal im Jahr geben sie sich dem Liebesspiel hin. Zu diesem
Ergebnis kommt der Durex Global Sex Survey 2002. In der am Dienstag veröffentlichten
Internetstudie im Auftrag des weltgrößten Kondomherstellers
kommen die Niederländer mit 158 Mal auf Platz 2, gefolgt von den Dänen
mit 152 Mal. Auf Platz 6 landen die Deutschen, die jährlich 147 Mal
das Duett im Bett erproben und so den Angaben zufolge noch über dem
weltweiten Durchschnitt von 139 Mal liegen. Auf häufigsten kommen
laut Studie zwar die Franzosen zur Sache, am eiligsten haben es aber die
Norweger. Jeder dritte Nordeuropäer gab an, gleich in der ersten Nacht
mit einem neuen Partner intim zu werden. Genauso schnell geht gut ein Fünftel
(22 Prozent) der Deutschen und Österreicher auf's Ganze.
Auch beim One-Night-Stand sind der Erhebung zufolge die Norweger Spitze.
72 Prozent berichteten, schon mal solch eine "unverbindliche Kurzbeziehung"
eingegangen zu sein. Dicht dahinter folgen die Südamerikaner mit 70
Prozent und die Dänen (68 Prozent). In Deutschland sammelte schon
jeder Zweite Erfahrungen mit einem One-Night-Stand. An der Untersuchung
hatten sich weltweit 50.000 Frauen und Männer in 22 Ländern beteiligt.
Weltweit ist das Kondom die beliebteste Verhütungsmethode. Rund 65 Prozent der Jugendlichen weltweit erklären es zu ihrem
Favoriten. In Österreich und Deutschland verhütet rund die Hälfte
der Befragten mit Kondom. Dennoch hatten weltweit rund 40 Prozent der Befragten
im vergangenen Jahr ungeschützten Sex mit einem neuen Partner. Dies
geht aus der Durex-Studie 2002 über Jugendliche und ihre Einstellung
zu Sex, Verhütung und AIDS hervor. Insgesamt erfasste die Studie rund
50.000 Jugendliche aus 22 Ländern via Internet-Befragung.
Zu Sex in der ersten Nacht sind im Durchschnitt 17 Prozent der Befragten
bereit. Besonders eilig haben es die Norweger: 32 Prozent bevorzugen Sex
in der ersten Nacht, verglichen mit neun Prozent der Belgier und 15 Prozent
der Spanier. In der ersten Nach erprobt auch ein Fünftel der Deutschen
und Österreicher (je 22 Prozent) das Liebesspiel. Weiteres Detail
der Studie: Sex mit Prominenten inspiriert weltweit am meisten. 65 Prozent
der Menschen geben zu, darüber schon nachgedacht zu haben. Von Sex
mit dem Partner des besten Freundes träumen 36 Prozent. Männer
sind darüber hinaus weniger loyal. 42 Prozent könnten sich vorstellen,
mit der Partnerin des besten Freundes zur Sache zu kommen. Bei den Frauen
sind es 25 Prozent. Der Mann mit dem meisten Sex-Appeal ist für Frauen
mit 42 Prozent Brad Pitt. Weit abgeschlagen David Beckham. In Österreich
und Deutschland stellt sich Robbie Williams mit rund 20 Prozent noch dazwischen.
Zur erotischsten weiblichen Persönlichkeit wurde mit 26 Prozent Latino-Queen
Jennifer Lopez gekürt. Weltweit gehen die Meinungen aber auseinander.
Österreicher, Kanadier, Amerikaner und Dänen entscheiden sich
für Angelina Jolie. Ein Fünftel der Deutschen entschied sich
für Kylie Minogue.