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Shaven - Anmache oder Körperpflege?

Weibliche Intimrasur ist nicht mehr nur im Orient absoluter Standart.
Seit den 70er Jahren hat sich einiges getan in der Unterwäsche der weiblichen Bevölkerung. Immer öfter wird dem natürlichen Haarwuchs mit dem Rasierer zu Leibe gerückt. Gerade Mädchen unter 25 machen sich mittlerweile nicht mehr nur Gedanken um die Kopfbehaarung, sondern auch um die Attraktivität der Genitalregion.

Natürlich diente die Körperbehaarung zur Zeit der Höhlenbewohner der Warmhaltung des Körpers. Die zunehmende Nacktheit unserer Haut macht allerdings deutlich, dass die Zentralheizung die Rolle des Fells angenommen hat und auch die kurzen Aufenthalte in der Winterkälte, dank warmer Kleidung, nicht automatisch eine Blasenentzündung zur Folge haben. Weiterhin wird gelegentlich angenommen, dass die Haare den Geruch der Frau intensivieren, so dass potentiell Partner schneller feststellen können, ob sie Betreffende zu Sex oder Fortpflanzung bereit ist. Mittlerweile ist es jedoch ziemlich unüblich an der Partnerin zu schnüffeln, bevor man sich in der entsprechenden Situation befinden. Somit ist auch diese Funktion der Schambehaarung antiquiert.

Doch die Tatsache, dass der rasierte Venushügel viele Frauen an die Kindheit erinnert, weckt Ressentiments. Die Identität als Erwachsene wird häufig an der Körperbehaarung festgemacht, eigentlich unsinnig, schließlich wirken Frauen mit spärlichem Haarwuchs nicht weniger weiblich. Im Gegenteil, denn eine starke Körperbehaarung ist sogar ein allgemeines Zeichen für Männlichkeit. Im Zweifelsfall sollten gesellschaftliche Ideale also keine Rolle spielen, entscheidend ist, was gefällt. Übrigens ist die Intimrasur in vielen Kulturen, z.B. im Orient, absoluter Standart.

Weiterhin kann die Tatsache, dass die Intimrasur der pädophilen Natur mancher Männer entgegenkommt, ziemlich sicher zurückgewiesen werden. Natürlich ist der Mann genetisch bestrebt, sich mit einer jungen Frau fortzupflanzen, die ein gesundes Kind gebären wird. Eine rasierte Vulva könnte möglicherweise noch unterbewusste Triebe ansprechen. Trotzdem wird auch eine haarlose Genitalgegend nie über das wirkliche Alter einer Frau hinwegtäuschen.

Warum haarlos? - Was Männer denken
Für den absoluten Großteil der männlichen Bevölkerung hat die rasierte Scham der Frau Vorteile. Zu den praktischen zählt der natürlich die Tatsache, dass Cunnilingus ohne Sauerstoffprobleme und nachträgliche orale Haarentfernung möglich ist. Aber auch ein Lustgewinn ist bei Männern zu verzeichnen. Die offen-gelegte Scham der Frau suggeriert Bereitschaft. Der Mann kann sofort die intimen Regionen der Frau sehen und fühlt sich davon angezogen. Und natürlich zeigt auch eine Frau, die ihre Vagina nicht versteckt, dass sie zu ihrem Körper und ihrer Sexualität steht. Sie ist offensiv und selbstbewusst, im Gegenteil zu kindlich-scheu, und spricht den Mann auch durch diese unterschwellig Botschaft an.

Auch eine durchgeführte Studie in der Altersgruppe bis 26 zeigt, dass die Intimrasur mittlerweile nicht nur Trend ist, sondern fast als gängig angesehen wird. Trotz der nicht repräsentativen Gruppengröße ist eine Tendenz zu erkennen. Von 32 Befragten gaben dabei drei junge Frauen an, sich gar nicht zu rasieren, 8 rasierten nur die Bikinzone, 10 formten ihre Schambehaarung zu einem schmalen Streifen und 11 entfernten ihre Haare aus der kompletten Genitalgegend. Als Grund für die Intimrasur wurden dabei Antworten vorgetragen, welche die These größtenteils bestätigen, dass ein Zusammenhang zwischen Rasur und Sexualität besteht. Vielen der Befragten war durchaus bewusst, dass die Beschäftigung mit dem Sexualorgan möglicherweise die Sexualität positiv beeinflusst, da es zeigt, dass der Bereich nicht vernachlässigt wird. "Ich will mich auch dort schön fühlen" oder "es ist selbstverständlich, dass man diesem Teil des Körpers so viel Zeit widmet wie dem Rest", waren beispielweise mehrfach genanntes Statements.

Auch die Tatsache, dass die komplette Rasur Offenheit dokumentiert wurde genannt. Von den Frauen, die selbst sexuell sehr aktiv waren, wurde sogar die Vermutung geäußert, dass sich von der Menge an Haaren ein Rückschluss auf sexuelle Aktivität ableiten ließe: "Intimrasur heißt Spaß an der Freud zu haben" oder "Viel Sex - wenig Haare".

Tipps zur Intimrasur:
Rasur am besten in der Badewanne, wenn die Haare weich sind

Die Haut mit den Händen straff ziehen und zuerst mit dem Strich rasieren

Danach Babypuder auftragen, kein Parfüm sondern nicht-alkoholisches Antiseptikum benutzen

Auch Enthaarungscreme funktioniert, kann aber im Gegensatz zur Nassrasur nicht wirklich ins Liebesspiel eingebaut werden.




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