Amerikanische Forscher haben in
einer Untersuchung festgestellt, dass die Größe der Lippen einen
Kernpunkt in der sexuellen Attraktivität für den Partner darstellt.
Grundsätzlich gelte dabei die Formel: je größer die Lippen,
desto besser. Die Forscher warnen aber vor künstlichen Eingriffen
zur Vergrößerung, denn es gebe auch zu große Lippen, berichtet
BBC-Online.
Die Forschergruppe um Michael Cunningham, Psychologe an der Universität
von Louisville ist zum Schluss gekommen, dass größere Lippen
bei Frauen jedenfalls dafür sorgen, dass ihre Attraktivität steigt.
Generell betrachtet könne man sagen, dass größere Lippen
besser sind als zu kleine, erklärt der Forscher. Umgekehrt gelte diese
Aussage aber nicht uneingeschränkt. "Männer lieben volle Lippen
bei Frauen, umgekehrt sind aber voll-lippige Männer nicht notwendiger
weise auch die garantierten Gewinner bei den Frauen", so Cunningham. Frauen
suchen bei Männern eine schwer erfassbare, undurchsichtige Kombination
aus Sinnlichkeit und Rauheit. "Männliche Lippen müssen den Eindruck
von Männlichkeit unterstreichen. Zuviel Weiblichkeit erzeugt beim
anderen Geschlecht keine Wirkung", erklärt der Wissenschaftler, der
in Versuchen die Reaktionen von Männern und Frauen in Minutenabständen
untersucht hat.
"Wenn Frauen Lippen verkrampfen, signalisieren sie bewusst oder unbewußt,
dass sie sexuell nicht interessiert sind", erklärt Cunningham. "Auch
weibliche Lippen, die eng nach oben gezogen sind, sind kein gutes Zeichen",
so der Forscher. "Lippen transportieren auch Wärme und Empfänglichkeit,
da sie ihre Farbe verändern können. Wenn jemand attraktiv wirkt
oder Freude auslöst, werden sie voller und dunkler", erklärt
der Forscher. "Lippen arbeiten wie Berührungssensoren. Sie senden
Botschaften an das Gehirn. Daher ist es gleich von Anfang an klar, ob es
sich um ein freundschaftliches Küsschen oder den Kuss eines Liebenden
handelt", argumentiert Roy Levin, Psychologe von der Universität Sheffield.
Attraktiv findet man das andere Geschlecht, nach übereinstimmender
Ansicht der beiden Forscher, dann, wenn das Gegenüber eine kleine
Nase, große Augen und runde Lippen hat. Das gelte sowohl für
Frauen als auch für Männer.
pressetext.austria