Bei diesem harten Männersport schaffen sie
heute durch Akrobatik, Tänze und Pyramiden eine unterhaltende Atmosphäre.
Cheerleading ist eine typische US-Variante der Publikumsanimation. Die
Wurzeln dieser Unterhaltungsshow, die das Interesse des Publikums durch
ihr Jubeln steuert, liegen schon einige Zeit zurück; mittlerweile
über hundert Jahre! Die Sportart Cheerleading ergab sich aus der Vermischung
der tänzerischen Elemente aus Jazz-Dance, Aerobic sowie der Kraft
und Glenkigkeit für die Akrobatik bei Partnerstunts und den Pyramiden.
Hinzu kommt die Fähigkeit, das Team durch Sprechchöre und Anfeuerungsrufe
zu unterstützen. Die Koordinatition von Rhythmusgefühl, Gleichgewichtssinn
und Kondition ist dabei sehr wichtig.
Cheerleading im ursprünglichen Sinn bedeutete jedoch nicht etwa,
den Zuschauern nur durch tänzerische oder akrobatische Einlagen die
sportlichen Pausen während des Spiels zu verkürzen, sondern die
individuellen Anfeuerungsrufe der Fans zu einem gewaltigen Schlachtruf
zu koordinieren, der den Gegner "vor Schreck erstarren" lassen sollte.
Das Wort Cheerleading setzt sich deshalb aus "cheer" (Begeisterung, Beifall,
Stimmung) und "leading" (anleiten, koordinieren) zusammen, was die Funktion
eines Cheerleaders in seiner ursprünglichen Form genau beschreibt.
Mittlerweile gibt es allein in Deutschland mehrere tausend Cheerleader,
die Mitglieder in weit über 200 Squads sind. Die beiden Erstplazierten
der jährlich stattfindenden Landesmeisterschaften erhalten die Berechtigung
zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Die Cheerleader, die noch
Mitte der 90er Jahre als Pompon wedelnde Hupfdohlen tituliert wurden, kämpfen
inzwischen hart um die Anerkennung ihrer Sportart als Leistungssport. Doch
vom Cheerfieber erst mal richtig gepackt, ist es schwer davon loszukommen.
Manche halten jedoch nicht durch und geben wieder auf. Denn so hart hatte
man sich das dann doch nicht vorgestellt.