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Angst vor Vergeltungsakten

Die Identität des Amokläufers von Blacksburg sorgt in der südkoreanischen Gemeinde der USA für Betroffenheit. Am Dienstag (17.04.2007) war bekannt geworden, dass es sich bei dem Amokläufer um den aus Südkorea stammenden Cho Seung Hui handelt. Er war im Alter von acht Jahren mit seinen Eltern in die USA gekommen. Der 23-Jährige, der vor seinem Amoklauf mit insgesamt 33 Toten erst seine 18-jährige Freundin und dann einen ihr zur Hilfe eilenden Studenten erschoss, studierte Englisch im Hauptfach und wohnte teilweise auf dem Campus, teilweise bei seinen Eltern in Centreville nahe Washington. Nachbarn beschrieben Cho Seung Hui als ruhig und einzelgängerisch.

Im Namen aller Südkoreaner äußerte der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun seine "tiefe Trauer und sein Mitgefühl" mit den Angehörigen der Todesopfer. "Ich und die ganze Nation waren zutiefst schockiert von dem tragischen Vorfall vor zwei Tagen an der Virginia Tech", sagte Roh nach einem Treffen mit Italiens Ministerpräsident Romano Prodi in Seoul. Roh Moo Hyun äußerte die Hoffnung, dass die Koreaner in den USA zusammen mit allen US-Bürgern "weise" mit diesem traumatischen Erlebnis umgehen würden. Er habe bereits Maßnahmen für den Umgang mit der Tat erörtert, um negative Auswirkungen zu vermeiden.

In Seoul ist man besorgt, dass der Amoklauf in den USA rassistische Spannungen auslösen könnte. "Wir sind von dem schrecklichen Ereignis geschockt", so der für Nordamerika zuständige Beamte des Außenministeriums. "Wir wollen den Angehörigen der Opfer unser tiefempfundenes Beileid übermitteln, ebenso dem amerikanischen Volk."

Die Gemeinschaft der koreanischen Studenten an der Technischen Hochschule von Virginia fürchtet Vergeltungsakte, wie eine Studentin sagte.

Viele Südkoreaner hoffen, dass die Medien sich nicht nur darauf konzentrieren, dass der Täter Südkoreaner war.

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Kommentare der Vaybee!ciler
» OEMER74
Wenn man weiß, wie die Medien arbeiten, nämlich leider allzuoft ethnisierend, sollte man nicht viel darum geben. Schade, daß du gleich zusammenzuckst wenn du von solch einer Tat hörst oder liest.

» Zara1980
Ömer, ich beobachte lediglich wie Verbrechen von den Medien ethnisiert werden. Und in mir setzt diese
Ethnisierung dann den psychologischen Mechanismus des Aufatmens frei, weil ich nicht in diese Ethnien falle. Schließlich gerate ich als Türkin immer gleich in die "Messerwetzer-Schublade".

» OEMER74
Zara, es kann doch nicht sein, daß du jedesmal aufatmest, wenn irgendwo ein Mord begangen wird, weil es kein Türke war.

Du gehst prinzipiell davon aus, daß es ein Türke gewesen sein könnte.
Und bitte nicht wieder diese Geschichte von Sivas aufwärmen.

» Zara1980
Ömer, schade, dass du meinen Beitrag missinterpretierst. Ich habe lediglich geschrieben, dass ich aufatme, wenn es kein Türke ist. Das tun viele Türken übrigens auch, wenn sie hören dass der Kinderschänder an der Ecke kein Türke ist. Eben weil sie Angst vor dem Generalverdacht haben. Aber ich gebe dir in einem Punkt Recht. ich kenne keinen einzigen Türken, der einen "Massenmord"
a la Virginia begangen hat. Im Gegenteil: Wir sind wie die Wölfe und agieren lieber im Rudel. Wir murksen lieber in der wohligen Gruppe ab, in die wir uns dann wieder zurückziehen können. So geschehen in Sivas, als ein Mop aus tausenden Männern 37 Menschen das Leben nahm.

» OEMER74
@Zara1980
Also deiner Meinung nach sind die Türken Ursache für allen Übel auf dieser Welt?
Immer wenn jemand einen Mord begeht, steckt also ein Türke für dich dahinter?
Wie Schizophrän bist du eigentlich?
Und die Sache mit dem Agca lass mal bitte aus dem Spiel. Das ist etwas anderes als das, was in den USA passiert ist.
Nenn mir mal bitte einen Vorfall in der Türkei, in dem ein einzelner einen Massenmord begangen hat?
Einen einzigen bitte.
Solche Leute wie Du haben immer wieder den gleichen Satz auf den Lippen--> Typisch Türkisch !
Da kann man nur den Kopf schütteln.

» Zara1980
Ich war - jetzt ganz ohne Spaß - erleichtert darüber, dass der Amokläufer kein Türke war. Das bin ich immer, wenn irgendwo in der Welt ein Triebtäter, Psychopath und Mörder gefasst wird, weil ich wie die Koreaner in den USA Angst vor Generalverdacht habe. Ich kann mir nicht helfen. Vielleicht ist es dieses Agca-Trauma, das immer wieder in mir und Tausenden anderen Türken aufsteigt. Diese Schande, als so ein Trottel aus Malatya Papst Johannes Paul angeschossen hat.

» gianni25
Wer jetzt nachdenkt kann sehr schnell folgende Feststellung machen bzw. sich folgende Fragen stellen:

wie schnell hält man eine ganze Volksgruppe verantwortlich für die Tat eines einzelnen? Sollte eine Demokratie dass nicht unterscheiden können?

Ursache für ein solches gesellschaftliches Verhalten liegt meiner Meinung nach eindeutig bei der Landesführung.

Wer Patriotismus und Nationalismus fördert, Ängste vor Fremdem schürt und diese Dinge auch noch mit radikalen Argumenten unterfüttert , baut auf Sand!

Fazit für mich
denke nie zu engstirnig, übertrage die Tat eines verstörten nie auf seine Herkunft gar auf seine Volksgruppe.

So entstehen Pulverfässe!
Vorsicht ist diesbezüglich auch in der Türkei geboten, denn unsere Gesellschaft ist was das angeht äusserst empfänglich für Rattenfänger bzw. Provozierer!
PEACE

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