Zwei Tage Wasser, zwei Tage keins: Mit diesem Rhythmus werden die mehr als vier Millionen Ankaraner bis zu fünf Monate lang leben müssen.
Weil wie in vielen anderen Regionen in der Türkei auch in Ankara im vergangenen Winter und Frühjahr viel weniger Schnee und Regen als üblich viel, hat Ankaras Bürgermeister Melih Gökcek jetzt die Rationalisierung angeordnet. Ab dem 1. August gibt es nur noch im 2-tages Rhytmus Wasser.
Er will in den Volksschulen sogar den Beginn des neuen Schuljahres um einen Monat auf Mitte Oktober verschieben und die Krankenhäuser sollen mit Wassertankwagen versorgt werden.
Schlampige Verwaltungsarbeit soll für die Wasserknappheit in Ankara schuld sein sagen Kritiker von Bürgermeister Gökcek. Der Politiker der Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zögerte die unpopulären Rationierungen mit Rücksicht auf die kürzliche Parlamentswahl zwar so lange wie möglich hinaus. In den vergangenen Jahren habe Gökcek aber zu wenig zur Erschließung neuer Wasserquellen für eine wachsende Bevölkerung getan, sagen Gegner des Bürgermeisters.
Auch in Istanbul herscht Wasserknappheit Auch in der Zwölf-Millionen-Metropole Istanbul wird das Wasser knapp. Zudem legt die Trockenheit inzwischen auch die türkischen Wasserkraftwerke teilweise lahm - und das auf dem Höhepunkt des Sommers, der wegen der vielen Klimaanlagen den Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent ansteigen lässt. In drei Provinzen, darunter in der Urlauberregion Antalya, soll jetzt der Strom rationiert werden. Die meisten Urlauber in ihren Hotels werden davon zwar nur wenig bemerken, weil die großen Häuser über eigene Dieselgeneratoren verfügen. Für die Türken ist das aber kein Trost: Wenn der Bedarf weiter steigt, wird das ganze Land von Stromausfällen betroffen sein.
Kommentare der Vaybee!ciler
» Kleines1988
ohje das wird ja schon wie in einem dritte welt land