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Autofahren in der Türkei ist anders

Wer in der Türkei als Europäer Auto fährt, sollte viel von dem vergessen, was er in Europa über geregelten Autoverkehr gelernt hat.
Hinzu kommt, dass viele der auch für den türkischen Straßenverkehr schriftlich fixierten Regeln in der Praxis außerordentlich großzügig ausgelegt werden. Schon nach wenigen Kilometern wird man feststellen, dass türkische Autofahrer nur zögerlich ihre Fahrt beginnen, wenn die Ampel auf Grün umgeschaltet hat.

Die Wahrscheinlichkeit, dass einem trotzdem vom Querverkehr noch ein Fahrzeug mitten auf der Kreuzung begegnen könnte, ist groß. Zur weithin gepflegten Praxis gehört es auch, sich an Kreuzungen in weit mehr Spuren nebeneinander aufzustellen, als die Fahrbahn hinter der Kreuzung anzubieten hat.

Und wenn man auf einer der wenigen vierspurigen Schnellstraßen fährt, sollte man sich immer dessen bewusst sein, dass Benzin in der Türkei sehr teuer ist. Die Konsequenz daraus: ehe man lange Umwege in Kauf nimmt, zieht man es nicht selten vor, auf dem Standstreifen der falschen Fahrbahn die kurze Strecke zwischen zwei Abbiegungen in der falschen Richtung zu absolvieren. Wobei der Begriff kurze Strecke relativ ist, denn das können auch mal ein ganzer km oder etwas mehr sein.

Der deutsche Begriff Geisterfahrer hat offensichtlich im Sprachschatz der türkischen Fahrer offensichtlich noch keinen Platz gefunden. Aber auch einen anderen Begriff, den insbesondere die deutschen Autofahrer ständig auf der Zunge haben, kennt der türkische Fahrer nicht. Ich habe Vorfahrt, ich bin im Recht, das sind Begriffe, die es in der Türkei so gut wie nicht gibt.
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«Auch wenn man die Straßenverkehrsordnung als Autofahrer äußerst tolerant auslegt und eher als eine unverbindliche Empfehlung betrachtet, ist das Autofahren insgesamt betrachtet weitaus weniger stressig, als zum Beispiel in Deutschland», schreibt die Aktuelle Türkei Rundschau zur Situation im türkischen Straßenverkehr.

Nicht zuletzt die Tatsache, dass der Versicherungsschutz in der Türkei bei den Kraftfahrzeugen äußerst unzulänglich ist, und man eigentlich nie so recht weiß, wie im Falle eines Unfalles die Rechtslage interpretiert wird, führt dazu, dass die überwiegende Zahl der türkischen Autofahrer äußerst defensiv fährt.

«Allerdings sind sie auch weitaus weniger routiniert, als man dies von Europa kennt, wo viele Autofahrer eine deutlich höhere jährliche Fahrleistung vorzuweisen haben, als der durchschnittliche türkische Autofahrer», heißt es ergänzend in einem ATR-Beitrag, der in der nächsten Ausgabe der Zeitung, die am Samstag dieser Woche erscheinen wird.

Quelle: www.atr-zeitung.com




Kommentare der Vaybee!ciler
» gueler1983
Hiihi, da kann ich mich nur anschliessen.. ein taxifahrer fuhr klasse.. bei dem anderen wusste ich gar nicht mehr wo ich mich festhalten sollte.. und ich dachte mir, wann passiert der crash ;) ohje es waren manchmal nur millimeter abstände zum nächsten fahrzeug .. also sowas kennt man hier in dtld echt nicht.. oh weh oh weh ;)
aber is ne erfahrung wert hihi..
es war genauso in istanbul :)

» ElPayaso
Mannoman, wenn ich meine letzte Taxifahrt in Istanbul auf Video aufgenommen und es veröffentlicht hätte würd ich wahrscheinlich den Oscar für den besten Horror-Film bekommen :-)
Was da für Raudis unterwegs sind, die hohe Zahl der Verkersunfälle sollte niemanden überraschen, ich find sie noch realativ gering bei den Verkehrverhältnissen...
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