Im US-Staat Minnesota ist eine Brücke eingestürzt und reißt mindestens neun Menschen in den Tod.
Die Brücke, Teil der Schnellstraße Interstate 35W zwischen Minneapolis und St. Paul in Minnesota, brach auf ihrer gesamten Länge in mehreren großen Stücken auseinander.
Mindestens 50 Fahrzeuge wurden zusammen mit riesigen Beton- und Metallteilen rund 20 Meter in die Tiefe gerissen. Ein Arzt sprach von 28 Verletzen, die bereits im Krankenhaus behandelt würden, sechs davon befänden sich in kritischem Zustand.
Auf einer der nach unten gestürzten Betonplatten kamen ein brennender Lastwagen und ein Schulbus zum Stehen. Die 60 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren konnten laut einem Rundfunkbericht durch die hintere Fahrzeugtür in Sicherheit gebracht werden.
Die Unglücksursache war zunächst unklar. An der Brücke wurden gerade Reparaturarbeiten ausgeführt. Alle Zeichen deuteten auf "Probleme während der Bauarbeiten oder mit der Konzeption der Brücke hin", erklärte das Heimatschutzministerium.
Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass viele Brückenteile nicht vollständig unter Wasser lagen. Auf ihnen standen zum Teil noch Fahrzeuge. Eine Augenzeugin sagte, sie haben Menschen im Wasser schwimmen sehen, die auf der Suche nach Hilfe gewesen seien.
Die Brücke führte in etwa 20 Metern Höhe über den Fluss und wurde 1967 erbaut. Laut Fernsehberichten war die Brücke erst vor drei Jahren inspiziert und für sicher befunden worden. Behördenvertretern zufolge nutzen etwa 200.000 Fahrzeuge am Tag die Brücke.