Der französische Weltstar Zinedine Zidane äußert sich im französischen Fernsehen zu seinem Ausraster.
Fußballstar Zinedine Zidane, der für seine sportlichen Leistungen bei der Weltmeisterschaft in Deutschland mit dem "Goldenen Ball als bester Spieler ausgezeichnet wurde, muss mit der Aberkennung seines Titels rechnen. Der Grund: Die französische Fußball-Ikone hatte im Finale gegen Italien Gegenspieler Marco Materazzi mit dem Kopf in den Bauch gerammt.
Am Mittwoch (12.07.2006) äußerte sich Zidane zum ersten Mal über seinen Ausraster. Dem französischen Sender Canal Plus gegenüber sagte der 34-Jährige in einem Live-Interview, er bereue nichts: "Non, je ne regrette rien."
25 Minuten lang stand der als wortkarg bekannte Frankreich-Kapitän dem Moderator Rede und Antwort, und verteidigte seine Tätlichkeit. "Er hat meine Mutter und meine Schwester beleidigt. Und das mehrmals." Beim dritten Mal sei es ihm zu viel geworden. Es sei schlimmer, als wenn man ihm die Faust ins Gesicht geschlagen hätte. Den genauen Wortlaut verriet Zidane jedoch nicht. Gegenüber der FIFA, die eine Untersuchung angeordnet hat, wäre er dazu bereit. Englische Zeitungen, die sich auf eigens engagierte Lippenleser beriefen, hatten berichtet, dass Materazzi Zidane als "Sohn einer Terroristen-Hure" bezeichnet haben soll.
Entschuldigt hat sich Zidane bei den Millionen Kindern, deren Erziehern und Lehrern. "Ich entschuldige mich außer bei den Millionen Kindern auch bei den Menschen und Erziehern, die versuchen, die Kinder zu lehren, was gut ist und was schlecht ist. Aber ich kann meine Handlung nicht bedauern. Ich kann nicht, ich kann nicht, ich kann das nicht sagen. Würde ich es sagen, würde das heißen, dass Materazzi Grund hatte, das zu sagen. Aber er hatte kein Recht dazu", betonte Zidane.
Zizou sagte auch: "Man spricht immer über die Reaktion, die natürlich bestraft werden muss. Aber wenn es keine Provokation gibt, gibt es auch keine Reaktion. Man muss den wahren Schuldigen bestrafen und der Schuldige ist der, der provoziert."
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