Ostanatolien und Südostanatolien
Im Osten der Türkei vereinigen sich die Taurusausläufer mit den Ostausläufern
der Pontusgebirge und bilden hier die Ostanatolische Hochebene.
Auf dem höchsten Berg der Türkei Aðrý Daðý (5123m) soll der Überlieferung
nach Noah mit seiner Arche gestrandet sein. Auch die Bevölkerung dieses
Gebietes ist davon überzeugt, meint allerdings auch, dass Gott nicht will,
dass je ein Sterblicher sie erblickt.
Südlich von Aðrý Daðý befindet sich der Van Gölü, ein See, der mit 3764
qkm sieben mal grösser ist als der Bodensee und keinen Abfluss hat. Nur
eine Fischart hat sich an das seifige, an Natrium - und Kaliumsalzen reiche
Wasser gewöhnt. Die Attraktion Vans ist der langgestreckte Zitadellenfels
zwischen Stadt und See. Am Ufer des Van Gölü liegt die urartäische Stadt
Van und auf der Insel Akdamar eine ornamentreiche Kirche.
Die im ostanatolischen Hochland gelegene Universitätsstadt Erzurum spielte
schon immer eine grosse Rolle im Durchgangsverkehr zwischen Ost und West.
Eindrucksvolle Baudenkmäler sind die Doppelminarettmoschee und die Yakutiye
Medrese mit besonders schönem Portal.
Kars - Grenzstadt zu Armenien und auf 1.750 m Höhe - war einst Hauptstadt
des armenischen Königsreiches und wird von einer Zitadelle dominiert. Direkt
an der Grenze liegt Ani - mit vielen Kirchen und einer imposanten Stadtmauer.
Auf dem Wege nach Doðubeyazýt, Grenzstadt am Fusse des Berges Ararat, liegt
die Handelsstadt Aðrý.
In der Nähe von Doðubeyazýt hat auf einem steilen Felsplateau der Vesir
lshak Pascha seine beeindruckende Residenz, den lshak Paþscha Sarayý errichten
lassen.
Urfa, schon als Stadt in sumerischen Keilschriften erwähnt, ist berühmt
für das legenden umwobene rechteckige Wasserbecken, in dem es von "heiligen
Karpfen" wimmelt: wer es wagt, einen der fetten Fische zu fangen und zu
verspeisen, wird erblindet, heisst es. Hauptattraktion in der Gegend um
Adýyaman ist der Nemrut Daðý die Grabstätte des Königs Antiochos 1. von
Kommagene auf dem Gipfel eines 2048 m hohen Berges bewachten einst Statuen,
deren Köpfe jetzt zu Füßen des Kiesel-Tumulus liegen.
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