Schwarzmeergebiet
Der ganze Norden der Türkei ist von einem Ende bis zum anderen mit
dem Schwarzmeer umgeben. An dieser Küste ist die wichtigste Quelle die
Landwirtschaft durch Reis, Tee - die Türkei gehört zu den 5 wichtigen Schwarzteeproduzenten
der Welt -/ Tabak und Hasselnüsse - der wichtigste Teil des türkischen
Exportes-, die angebaut werden.
Das Pontische Gebirge bestimmt den Charakter dieser schönsten Landschaft
der Türkei. Die hohen Berge stauen die Wolken und es kommt zu umfangreichen
Niederschlägen, auch im Sommer. Am schwarzen Meer, auch in den waldreichen
Gebirgen im Hinterland, dominiert grün in allen Schattierungen. Ein Fluß,
der den Namen Kýzýlýrmak trägt, fliesst in das Schwarze Meer.
Der römische Feldherr Lukullus brachte aus dem Umland der Stadt Giresun
die ersten Kirschen nach Europa; von dieser Stadt haben diese Früchte auch
ihren Namen. Ostlich von Zonguldak sind grosse Braunkohlevorkommen, auch
Mangan wird abgebaut und Kupfer. Industriell wird Leder und Hanf verarbeitet.
In der alten Hafenstadt Sinop wurde im 5. Jhr. v. Chr. Diogenes, der
Philosoph in der Tonne, geboren. In Amasa, einer malerischen Kleinstadt,
in einem Felsenkessel des Flusses Yeþilýrmak, befinden sich religiöse Bauten
aus seldschukischer und osmanischer Zeit, in der steilen Felswand Grabbauten
pontischer Könige.
Die Kleinstadt Safranbolu steht unter Denkmalschutz, sie hat die schönsten
Fachwerkhäuser aus osmanischer Zeit.
In Trabzon, dem ehemaligen Trapezunt, ist die bedeutsamste Sehenswürdigkeit
die byzantinische Sophienkirche der Komnenenkaiser 17 km von Trabzon, in
Maçka, befindet sich das Sumela Kloster mit motivreichen Fresken, das Mönche
im 5. Jhr. wie ein Schwalbennest in steiler Felswand vor eine Höhle angelegt
haben.
Samsun ist der bedeutendste Schwarzmeerhafen von Anatolien, etwas in
der Mitte der türkischen Nordküste gelegen.
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