Im Altertum hieß die Stadt Garsaura.
Manche Historiker setzen sie gleich mit dem altorientalischen Ort Kursaura,
dessen Herrscher zusammen mit anderen einen Bund im 3. Jahrtausend v.Chr.
gegen den Akkaderkönig Naramsis geschlossen haben soll. Vom kappadokischen
König Archelaos wurde sie nach einem Neubau Archelais genannt und besaß
als Grenzfestung gegen Lykaonien und als Kreuzungspunkt der Straßen von
Ephesus zum mittleren Euphrat bzw. von Ankara nach Tyana (bei Niðde) erhebliche
Bedeutung.
Im Sultanat Rum (seit dem 11. Jh.) ließ
Seldschukensultan Kýlýç Arslan II. (1156-1188) ein Schloss hier errichten,
in dem er den von einer Pilgerfahrt heimkehrenden Heinrich den Löwen empfing,
um ihm u.a. von seinen 1800 Pferden 30 erlesene Rösser einschließlich silbernem
Zaumzeug, des weiteren sechs Dromedare, zwei Leoparden und sechs Zelte
zu schenken. Im 13. Jh. wurde die Stadt mongolisch, im 14 Jh. kam sie an
die Karamanen, und unter den Osmanen wurde ein Teil der Bevölkerung nach
Ýstanbul umgesiedelt (Stadtteil Aksaray in Ýstanbul).